Schlägt Ihr Herz für die Wandersaison?
Wandern tut dem Herzen gut – auch bei einer Herzkrankheit! Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und erfreut das Gemüt. Mit folgenden 5 Tipps wird Ihnen die Bergluft noch mehr Freude machen.
1. Nicht zu hoch hinaus
Planen Sie bei einer Herzkrankheit Routen, die nicht allzu hoch liegen. Für die meisten gut behandelten und stabilen Herzpatient*innen liegt die problemlose Grenze bei 2500 Metern, sofern keine Beschwerden bestehen und eine körperliche Überanstrengung vermieden wird. Bei Beschwerden, sehr anstrengenden oder höheren Wanderungen sowie längeren Aufenthalten in den Bergen sollte man sich vorher ärztlich beraten lassen.
2. Auf die Atmung achten
Zu grosse Anstrengung tut Herzpatient*innen nicht gut. Planen Sie deshalb Wanderungen, die Ihrer körperlichen Fitness entsprechen und die Sie nötigenfalls abkürzen können. Ein guter Anhaltspunkt während der Wanderung ist die Atmung. Wenn Sie sich beim Aufstieg problemlos mit jemandem unterhalten können, ist alles okay. Geraten Sie beim Sprechen in Atemschwierigkeiten, sollten Sie das Tempo drosseln und einen weiteren Aufstieg vermeiden.
3. Richtige Ausrüstung wählen
Gute Schuhe und dem Wetter entsprechende Kleidung sind das A und O für Ihre Tour. Denken Sie bei Wanderausflügen an Ihr Handy mit den Notfallnummern und auch an Ihre Medikamente. Falls Sie Notfallmedikamente für die Angina pectoris oder Herzrhythmusstörungen haben, sollten Sie diese immer mitführen.
4. Genügend essen und trinken
Den Proviant nicht vergessen! Sorgen Sie für den nötigen Energieschub, zum Beispiel mit einem Müsliriegel. Achten Sie darauf, dass Sie während und nach der Wanderung genügend trinken. Falls Sie Medikamente einnehmen, welche die Harnausscheidung fördern (Diuretika), sollten Sie dies vor anstrengenden Wanderungen mit dem Arzt oder der Ärztin besprechen.
5. Auf seinen Körper hören
Wandern ist gesund für Ihr Herz. Damit es so bleibt, hören Sie auf Ihren Körper. Gewöhnen Sie sich zuerst an die neue Umgebung und geniessen Sie den Ausflug ganz ohne Stress. Machen Sie auch während der Wanderung genügend Pausen. Wenn Sie sich unwohl oder nicht fit fühlen, brechen Sie ab. Es ist keine Schande, vorzeitig zurückzukehren.
Fachliche Unterstützung: Dr. Marvin Grossmann, Inselspital Bern. Dies sind allgemeine Tipps. Bei Fragen zu Ihrer persönlichen Situation hilft Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin weiter.