Lassen Sie Druck ab!

Ein zu hoher Blutdruck ist für zahlreiche Krankheiten und gefährliche Ereignisse wie den Hirnschlag mitverantwortlich. Die positive Nachricht: Bluthochdruck lässt sich leicht ermitteln und sehr gut behandeln.

Aktualisiert am 20. November 2024
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Auch in der Schweiz nimmt die Zahl der Menschen mit Bluthochdruck stetig zu. Momentan leidet rund ein Fünftel der erwachsenen Bevölkerung unter Bluthochdruck, bei den über 65-Jährigen ist es sogar die Hälfte. Das Risiko, dass auch Sie dazugehören (und es vielleicht noch nicht wissen), ist also sehr gross. Daher ein paar Fakten, die viele von uns betreffen.

Den Druck machen wir uns meist selbst
Der Blutdruck ist grösstenteils die Folge unserer heutigen Lebensweise: Wir sitzen zu häufig, essen kalorienreich und salzhaltig, führen ein hektisches Leben und gönnen uns zu viel Alkohol und Zigaretten. Daneben spielen auch die genetische Veranlagung, gewisse Krankheiten, Medikamente und das Alter eine Rolle. Insgesamt lässt sich aber sagen: Den Druck in unseren Gefässen machen wir uns meist selbst, mit oft schwerwiegenden Folgen. Der Bluthochdruck ist die grösste Gefahr für die Herz-Kreislauf-Gesundheit und das wichtigste veränderbare Risiko für eine erhöhte Sterblichkeit.

Weshalb er uns nicht gut tut
Hoher Blutdruck strapaziert die Gefässwände, das Herz muss kräftiger als normal pumpen. Ein unbehandelter, dauerhafter Bluthochdruck beschädigt daher die Innenschicht unserer Arterien und belastet den Herzmuskel. Doch nicht nur das: Alles, was mit unserem Gefässsystem verbunden ist, kann Schaden nehmen. Deshalb ist der Bluthochdruck ein bedeutender Risikofaktor für Hirnschläge, Herzinfarkte, Erblindung, Niereninsuffizienz und Durchblutungsstörungen der Beine.

Der Druck, den man nicht merkt
Generell gilt: Ein möglichst tiefer Blutdruck ist der beste – solang es einem dabei nicht schwindlig wird. Ab 140/90 mmHg in der Arztpraxis oder 135/85 mmHg zu Hause gemessen spricht man von Bluthochdruck oder Hypertonie. Leider spürt man einen zu hohen Blutdruck fast nie, weshalb er oft jahrelang unentdeckt bleibt. Eine sehr einfache und fast überall durchführbare Blutdruckmessung kann ihn aber aufdecken. Erwachsene ab 18 Jahren sollten den Blutdruck vorsorglich mindestens alle 5 Jahre messen. Ab 40 Jahren empfiehlt sich eine jährliche Messung.

Dies entlastet Herz und Gefässe
Eine Änderung des Lebensstils senkt den Blutdruck nachweislich. Am meisten hilft die Reduktion des Übergewichts. Auch die Umstellung auf die DASH-Diät – sie ähnelt der mediterranen Küche – hat einen günstigen Einfluss. Zusammen mit ausreichend Bewegung, Stressabbau und dem Verzicht auf Tabak und Nikotin kann dies einen leichten bis mittleren Bluthochdruck normalisieren.

Falls der Druck noch weiter runter muss
Reicht ein herzgesunder Lebensstil nicht aus, den Blutdruck im grünen Bereich zu halten, muss er ärztlich behandelt werden. Dabei bietet sich eine grosse Palette an gut verträglichen Medikamenten an. In seltenen Fällen wird eine renale Denervierung durchgeführt.

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