Diese Werte müssen Sie kennen!
Liegen Ihre Werte im grünen Bereich? Ein einfacher Check in der Arztpraxis oder Apotheke verschafft Klarheit. Folgende drei Werte sind besonders wichtig für die Gesundheit von Herz und Gefässen. Erfahren Sie hier das Wichtigste und wie man die Werte möglichst tief hält.
1. Cholesterin
Cholesterin ist ein Blutfett. Für unseren Körper ist es ein unverzichtbarer Rohstoff. Cholesterin wird hauptsächlich in der Leber gebildet und in Lipoproteinen, einer Art Container, transportiert. Hat es von gewissen Lipoproteinen zu viel im Blut, lagern sie sich in den Blutgefässen ab und bilden dort Fettpolster, auch Plaques genannt. Diese verstopfen das Gefäss und können zu Herzinfarkt, Hirnschlag und Durchblutungsstörungen der Beine führen. Besonders schlecht für Herz und Gefässe sind das LDL-Cholesterin und die Triglyzeride.
Wann das Cholesterin zu hoch ist und behandelt werden sollte, kann der Arzt oder die Ärztin anhand einer Risikotabelle bestimmen. Als Faustregel gilt: Je höher das Herz-Kreislauf-Risiko ist, desto tiefer sollten die Cholesterinwerte liegen. Spätestens ab 40 Jahren empfiehlt es sich, den Wert regelmässig messen zu lassen. Hohe Cholesterinwerte sind teils Folge einer genetischen Veranlagung. Sie lassen sich durch eine gesunde Mittelmeer-Ernährung und ausreichend Bewegung nur leicht senken. Ist eine stärkere Senkung nötig, braucht es Medikamente, sogenannte Lipidsenker.
2. Blutdruck
Damit das Blut in den Gefässen fliessen kann, braucht es einen Druck, ähnlich wie bei einem Gartenschlauch. Der obere Blutdruck entsteht dann, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in unsere Arterien presst. Der untere Blutdruck, wenn das Herz sich entspannt und mit Blut auffüllt. Das sind die beiden Werte, welche das Blutdruckgerät misst. Sind die Werte unter 140/90 mmHg, ist der Blutdruck normal. Sind sie darüber, spricht man von Bluthochdruck oder Hypertonie. Ab dem Erwachsenenalter sollte man den Blutdruck mindestens alle fünf Jahre messen lassen.
Ein zu hoher Blutdruck schädigt auf die Dauer unsere Gefässe und belastet das Herz. Schwere Krankheiten können die Folge sein, beispielsweise ein Herzinfarkt oder Hirnschlag, Durchblutungsstörungen der Beine, Erblindung oder Nierenversagen. Ein hoher Blutdruck ist oft die Folge unseres Lebensstils. Daher kann ein gesunder Lebensstil den Blutdruck bis zu einem gewissen Grad gut senken. Besonders wirksam sind: die Reduktion des Körpergewichts, weniger Salz- und Alkoholkonsum sowie mehr körperliche Aktivität. Lässt sich der Blutdruck so nicht ausreichend senken, helfen blutdrucksenkende Medikamente.
3. Blutzucker
Den zu hohen Blutzucker kennen wir vor allem als Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt. Dass ein unbehandelter Diabetes die Gefässe schädigt und ein erhebliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen birgt, wissen viele hingegen nicht. Daher ist es wichtig, regelmässig den Blutzuckerspiegel kontrollieren zu lassen. Die Schweizerische Herzstiftung empfiehlt eine regelmässige Messung ab 45 Jahren.
Bei Erwachsenen tritt meist der Diabetes Typ 2 auf. Man nennt ihn auch Altersdiabetes. Das Insulin, das der Körper produziert, reicht nicht mehr aus, um den Zucker in die Zellen zu transportieren. So bleibt zu viel Zucker im Blut und greift die Gefässe an. Sind zudem der Blutdruck und Cholesterin zu hoch, sind die Gefässe besonders gefährdet. Diabetes Typ 2 ist neben vererbten Anteilen die Folge unseres Lebensstils. Betroffene sind meist stark übergewichtig und haben einen hohen Cholesterinspiegel und Bluthochdruck. Man nennt dies auch Metabolisches Syndrom. Die Gewichtsreduktion, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind die Basis einer Diabetes-Behandlung. Reicht dies nicht aus, werden Medikamente eingesetzt.