Talente in der Herzmedizin fördern

Der W. und L. Rutishauser Fonds der Schweizerischen Herzstiftung fördert den medizinischen Nachwuchs in der Schweiz. Davon profitiert hat auch die Kinderkardiologin Alessia Callegari vom Universitäts-Kinderspital Zürich. Der Fonds ermöglichte der jungen Ärztin einen Aufenthalt an einer renommierten Kinderklinik in Paris. Das dort Gelernte will sie nun in der Schweiz anwenden.

Aktualisiert am 22. September 2025

Die Schweiz hat weltweit eine der besten medizinischen Versorgungen. Das gilt insbesondere für die Herzmedizin. Damit die hohe Qualität aufrechterhalten werden kann, braucht es nebst Forschung die Förderung junger Talente. Die Schweizerische Herzstiftung vergibt deshalb im Rahmen des W. und L. Rutishauser Fonds jährlich Reisestipendien. Diese ermöglichen ein- bis zweijährige Auslandsaufenthalte an einer spezialisierten Klinik. Die geförderten Ärztinnen und Ärzte tragen das gewonnene Wissen zurück in die Schweiz. Dadurch profitieren nicht nur die Forschenden selbst, sondern auch die Patientinnen und Patienten hierzulande.

Kinderkardiologin in Paris
Ein Beispiel dafür ist Alessia Callegari. Die junge Kinderkardiologin des Universitäts-Kinderspital Zürich hat dank des W. und L. Rutishauser Fonds 2024 eine Herzkatheter-Ausbildung am Hôpital Necker-Enfants malades in Paris gemacht, dem führenden Kinderkrankenhaus Frankreichs. Das Pariser Kinderspital zählt zu den grössten in Europa. Es hat ein enormes Einzugsgebiet, die französischen Überseegebiete eingeschlossen. Entsprechend werden täglich viel mehr Kinder als in der Schweiz behandelt. Es eignet sich also bestens, um die herausfordernden Eingriffe am kleinen Kinderherzen zu erlernen. Doch auch die Arbeitsweise unterscheidet sich in Paris von Zürich. «Es ging in erster Linie darum, das akute Problem zu lösen. Die Entscheidungen mussten deshalb schneller gefällt werden», so Callegari.

Zurück in der Schweiz
Alessia Callegari ist inzwischen als Oberärztin wieder am Kinderspital Zürich tätig. Rückblickend meint sie: «Diese Ausbildung hat mir geholfen, einen eigenen Blickwinkel und Standpunkt zu entwickeln, andere Lösungen für ein Problem zu finden, was für die Behandlung im Herzkatheterlabor sehr wichtig ist». Frauen sind im Herzkatheterlabor immer noch deutlich unterrepräsentiert. Daher kam es ihr zugute, dass sie in Paris von einer Chefin ausgebildet wurde. «Frauen profitieren von Frauen als Vorbildern, und ein solches möchte ich künftig auch für angehende Kardiologinnen in der Schweiz sein.»

Über den Fonds
Der W. und L. Rutishauser Fonds der Schweizerischen Herzstiftung hat zum Ziel, den hohen Standard und die Qualität der kardiovaskulären medizinischen Versorgung in der Schweiz durch die Vergabe von Reisestipendien zur Förderung der akademischen Laufbahn zu erhalten und zu verbessern. Das Stipendium unterstützt ein bis zwei Jahre Forschung und/oder medizinische Ausbildung an einer anerkannten und geeigneten Einrichtung im Ausland. Kandidaten müssen Facharzt FMH für Kardiologie oder Facharzt FMH für Herz- und Gefässchirurgie sein. Sie müssen für ihre Karrierestufe klinische und/oder akademische Spitzenleistungen nachweisen können und eine Vollprofessur an einer Schweizer Universität oder einem Kantonsspital anstreben. Weitere Informationen auf www.swissheart.ch/forschung.


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Aktiv gegen Herzkrankheiten und Hirnschlag
Die Schweizerische Herzstiftung setzt sich mit Forschungsförderung und einer umfassenden Aufklärungsarbeit dafür ein, dass weniger Menschen an Herz-Kreislauf-Leiden und vaskulärer Demenz erkranken oder dadurch behindert bleiben, Menschen nicht vorzeitig an Herzinfarkt oder Hirnschlag sterben und für Betroffene das Leben lebenswert bleibt. Die 1967 gegründete Schweizerische Herzstiftung ist eine unabhängige und von der Stiftung ZEWO zertifizierte gemeinnützige Organisation, die sich hauptsächlich aus Spenden finanziert.

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