Herzgesund durch die kalte Jahreszeit

Kälte bedeutet Stress für Herz und Blutkreislauf. Besonders Menschen mit bestehenden Herzproblemen sollten im Winter gut auf sich achten. Mit einfachen, wirkungsvollen Massnahmen lässt sich die Belastung deutlich reduzieren – und der Winter sicher und entspannt geniessen.

Aktualisiert am 17. Februar 2026
Header herzgesund winter web 25

Wenn die Temperaturen sinken, verändert sich im Körper mehr, als viele denken. Um Wärme zu speichern, verengen sich die Blutgefässe. Dadurch steigt der Blutdruck, und das Herz muss kräftiger und schneller pumpen, um alle Organe ausreichend zu versorgen. Für Menschen mit Herzschwäche, Rhythmusstörungen oder koronarer Herzkrankheit kann das eine spürbare Mehrbelastung sein. Kälte ist also nicht nur unangenehm – sie kann das Herz tatsächlich fordern. Umso wichtiger ist es, die eigenen Gewohnheiten in der kalten Jahreszeit anzupassen.

Sanft in Bewegung bleiben
Ein zentrales Thema ist körperliche Aktivität. Bewegung ist wichtig und gesund, doch sie sollte mit Bedacht gewählt werden. Schwere Arbeiten im Freien – etwa Schneeschaufeln, Eiskratzen unter Kraftanstrengung oder Holztragen – gehören zu den häufigsten Situationen, die Herzpatientinnen und Herzpatienten überfordern. Der Kreislauf wird dabei oft stark belastet. Leichte, regelmässige Bewegung ist dagegen optimal: Spaziergänge, sanfte Gymnastik oder moderates Indoor-Training halten den Körper in Schwung, ohne das Herz zu überlasten.

Sie wollen mehr für Ihr Herz?
Abonnieren Sie kostenlos unseren Newsletter und erhalten Sie regelmässig spannende Einblicke rund um das Thema Herzgesundheit.

Der Kälte trotzen
Auch der Umgang mit Kälte entscheidet darüber, wie das Herz belastet wird. Beim Hinausgehen gilt das Zwiebelschalenprinzip: mehrere Schichten, Mütze, Handschuhe, warme Schuhe. Ein Schal oder Tuch vor Mund und Nase hilft, die Atemluft vorzuwärmen – denn eiskalte Luft kann Herz und Lunge irritieren und das Herz zusätzlich beanspruchen. Hilfreich ist ausserdem ein kurzer «Aufwärm-Moment» im Haus, bevor man in die Kälte tritt.

Den Körper im Alltag unterstützen
Weitere wichtige Faktoren betreffen den Alltag: Grosse, schwere Mahlzeiten unmittelbar vor Aktivitäten im Freien sollte man vermeiden, denn sie strapazieren den Kreislauf zusätzlich. Alkohol vermittelt zwar ein Gefühl von Wärme, sorgt aber dafür, dass der Körper schneller auskühlt – und kann Blutdruck und Herzfrequenz beeinflussen. Ebenso wichtig ist es, auf Infekte zu achten; Fieber und starke Erkältungen können das Herz erheblich belasten. Bei Krankheit gilt deshalb: Pause machen, ausruhen, den Körper nicht überfordern. Oft unterschätzt wird zudem die Bedeutung ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Heizungsluft trocknet den Körper aus, und wer zu wenig trinkt, erhöht die Belastung für Herz und Kreislauf. Ebenso entscheidend ist die regelmässige Einnahme von Herzmedikamenten – denn stabile Blutdruck-, Cholesterin- und Herzfrequenzwerte sind gerade im Winter ein wirksamer Schutz.

Fazit: Mit Achtsamkeit, guter Planung und einigen einfachen Gewohnheitsänderungen lässt sich der Winter auch für Menschen mit Herzproblemen sicher und angenehm gestalten.